Auszüge aus abgegebenen Feedbacks

Shmaila
die Kopftuchdebatte hatte mich aufs tiefste aufgewühlt, weil sich bei vielen ein Abgrund auftat den man manchmal vergisst. Es ist leider immer noch ein weiter Weg bis die ''weltoffenen und toleranten" Europäer bereit sind, den Islam von einer neutralen Position aus zu erforschen. Viele Dinge die in den vielen Diskussionsrunden von den sogenannten Experten jeder coleure und auch Zuschauern und Zuhörern im TV gesagt wurden taten richtig weh. Man hatte gehofft das wir über dieses Stadium wenigstens ein bisschen hinaus wären. Das sind immerhin meine Landsleute, die mit soviel Hass und Vorurteilen und überheblicher Selbstpreisung eindeutig wider besseren Wissens argumentieren. Ich hatte mir so viele Dinge überlegt, was man diesen Leuten sagen sollte, aber fand keinen Weg dies zu tun. Vielen vielen Dank, dass ihr diese Website eingerichtet habt. Das Kopftuch entwickelt sich immer mehr zu einem Punkt, an dem sich viele Geister scheiden aber es bietet auch die Möglichkeit, viele zu erreichen. Gerade wo es nun im Moment in aller Munde ist. Also nochmals danke.

Jamil
Wir, oder die "neue Generation", redet viel übers Kopftuch, aber wenn ich unsere Mädchen oder Frauen, die aus den asiatischen Ländern kommen ansehe, denke ich manchmal, dass diese Mädchen die ganzen Make-up sachen von neben an aus dem Geschäft gekauft haben. Aber der erste Blick, der geht aufs Gesicht - das ist nicht nur meine meinung.

Ulla
Ich trage seit heute genau zwei Wochen Kopftuch und wenn man einmal drauf hat, sprüt man es gar nicht. Es ist wie ein Muttermal. Spürt man, dass es jeden Tag im Gesicht ist? Ich glaube nicht! Ich hatte vorher das Problem, dass mein Vater nicht meiner Idee überzeugt war und ich habe ihn überredet. Soviel zum Thema, dass Frauen zum Kopftuchtragen gezwungen werden! Im Islam steht was von Kopftuch im Koran, aber auch in den anderen zwei Weltreligionen: "und das Weib verhülle sein Haupt..." in der Bibel! Nur hat sich der Islam fester an seine Religion gebunden. Ich verstehe auch gar nicht, was Nicht-Muslime gegen das Kopftuch auszusetzen haben? Im Prinzip ist es doch nur ein Stück Tuch, genauso wie wenn man im Winter einen Hut trägt. An der Person ändert sich nichts, als das Äußere. Das ist genauso, wie wenn ich nicht mehr mit jemandem spreche, nur weil er seine Haare gefärbt hat!
...Gott bezeichnet die Frau als einen Schatz (Ist das nicht eine Ehre?). Ihr reizvoller Körper, ihre schönen Haare, das sind mindestens 3/5 der Schönheit, und diese sollen nur besonderen Männern (den Ehemännern und engen Familienangehörigen) vorbehalten bleiben, wodurch sich die Frau auch besonderer fühlt...

Julinka
Endlich eine Page die aufklärt!!!! Ich danke euch! Ich freue mich das dem Thema so wunderbar begegnet wird. Vor allen Dingen da ich Christin bin und der Grund für das Kopftuch im Islam (wie auch im Judentum und im Christentum) im alten Testament der Bibel zu finden ist (bzw. in der Thora oder im Koran) auch das Neue Testament zeigt GANZ KLAR an, dass gläubige christliche Frauen ein Kopftuch zu tragen haben, genau wie ihr. Ich verachte Menschen die die Regeln ihrer eigenen Religion nicht bloß nicht einhalten sondern sie auch noch anderen verbieten. Diese Debatte entstand nur durch ungläubige unwissende Christen. Dafür schäme ich mich zutiefst. Meine beste Freundin ist eine gläubige Muslima und wir verstehen uns prächtig. Wir können stundenlang über Gemeinsamkeiten unserer Religionen reden und diskutieren, OHNE die andere abei zu beleidigen. Ich wünschte alle Menschen würden so wunderbar mit diesem Thema umgehen wie ihr und wie wir. Denn Gott hat uns die Religion geschickt um uns ! zu unterstützen und zu erfreuen und nicht um uns unnötig zu quälen. Ich wünsche euch GANZ GANZ VIEL Erfolg mit dieser Page.

Judith
Ich bin Christin. Eine Freundin, die Muslemin ist, hat mir erklärt, dass das Kopftuch die Haare bedeckt, die eine frau in der Öffentlichkeit nicht zeigen mag. Man sollte die Empfindungen der Frauen respektieren, die vielleicht sogar Scham empfinden, wenn sie das Kopftuch in der Öffentlichkeit abnehmen müssen. Man stelle sich nur vor, eine deutsche Frau besucht die Indianer am Amazonas, wo die Frauen nur Röcke tragen, und wird gezwungen, solange sie dort ist, mit entblößtem Oberkörper herum zu gehen, da sie sich den Sitten der Gastgeber anpassen muss. Ich würde mir wünschen, dass in Deutschland mehr Rücksicht auf die Empfindungen unserer muslimischen Freunde genommen wird und bin mir siche, dass die Indianer rücksichtsvoller sind. Jedenfalls habe ich noch nie davon gehört, dass eine europäische Frau, da die Einheimischen andere Sitten und Gebräuche haben, aufgefordert wurde Bluse und BH auszuziehen.

Muehle
"Wir tragen Toleranz" - so könnte der Titel eines Kopftuchs lauten, das ich gern in meinen Schulen verteilen, und mit dem ich selbst als Mann - und nicht-Muslim - auf die Straße gehen würde. Das Tuch müßte in einer ansprechenden Farbe gestaltet sein und auch im Winter zur Bedeckung einer Glatze geeignet. In der Mitte sollte ein Emblem stehen, das zum Ausdruck bringt, dass auch (und vor allem) Christen die Möglichkeit haben, sich beim Tragen eines Tuchs auf ihre Heilige Schrift zu berufen: also nicht nur der halbmond, sondern mindestens auch das Kreuz als Symbol. Und dass durch das Kopftuchurteil nicht nur den muslimischen Frauen ein Berufsverbot erteilt wird.

Yuliya
Das Thema ist wichtig, interessant und sehr aktuell, wird aber meiner Meinung nach einseitig betrachtet. Wenn wir über das Kopftuch diskutieren, dann müsste man schon auch darüber nachdenken, ob z.B. ein gläubiger Jude seine Kopfbekleidung, genannt Kippa, am Arbeitsplatz oder, als Schüler, in einer nichtkonfessionellen Schule, tragen darf. Oder, wie wäre es mit einer indischen Computerspezialistin, die in ihrem bunten Sari am Arbeitsplatz erscheint? Darüber wurde, so weit ich weiss, noch nie diskutiert, und ich finde das ungerecht. Ach ja, wenn es euch plötzlich interessiert, warum ich die Kippa erwähne, so ist die Antwort ganz einfach: ich bin Jüdin, das ist kein Scherz!

Rainer
Das Kopftuchtragen war bei den christlichen Frauen Jahrhunderte lang üblich und ein Zeichen von Gottergebenheit. Heute lebt dies noch bei den Nonnen weiter. Als christlicher Katholik muss ich feststellen, dass dieses christliche Erbe wohl vergessen ist obwohl man sich abei allen möglichen Gegebenheiten auf die christliche abendländische Tradition beruft, um sich abzugrenzen, aber wohl vergisst, das bei allen religiösen Darstellungen, insbesondere auch der Gottesmutter Maria, Frauen mit Kopftüchern dargestellt werden. Das ganze Kopftuchtheater ist dementsprechend kaum verständlich und ein Verbot des Kopftuches auch eine Beleidigung christlicher Überzeugungen. Aber es zeigt, wieweit die europäischen Staaten von ihren grundlegenden Wurzeln bereits entfernt sind und man die ganze Religion, gleichgültig welcher Richtung, im Grunde genommen am liebsten aus dem öffentlichen Leben zum Verschwinden bringen möchte. Eine wie ich finde sehr bedauerliche Entwicklung

Elija
Wie kann man Euch unterstützen Ihr Frauen und Freunde des Islams? Wir (eine Gruppe von Christen) sind zutiefst beschämt, was da in Farnkreich, Deutschland und Belgien gegen Euch geplant ist. Ich persönlich freue mich immer, wenn ich ein Frau mit Kopftuch sehe. Welche Unverfrorenheit und Ungerechtigkeit Euch in Euren religiösen Gefühlen so zu verletzen. Aus meiner Sicht ist das ein antichristlicher Geist, der sich auch gegen gläubige Juden und Christen wenden wird. In der Liebe Christi, Elija

E. Paulus
...Das Kopftuch als ein Machtsymbol zu interpretieren scheint eher ein westliches Interpretationsmuster zu sein, was Machtmissbrauch und radikale Tendenzen als Norm beschreibt und daher sowohl dem Wesen des Islams gegenüber blind ist,
als auch unbewusst das amerikanisch-westeuropäische Erscheinungsbild der Frau als bindend und beispielgebend für die Welt sieht. Es befremdet von Politikern zu hören "durch das Kopftuch würde eine Rechts- und Gesellschaftsordnung symbolisiert, die mit der Verfassung der Bundesrepublik Deutschland nicht in einem einzigen Punkt vereinbar sei" (Böhr, CDU) Welche weltpolitische Bürde für eine arme Kopftuch tragende Türkin aus Aachen oder Bad Hersfeld!...

Jennifer
... Der Angriff auf das freie Tragen eines religiösen Symbols trifft alle Menschen, die sich zu Gott bekennen und dies auch öffentlich zeigen wollen. So bin ich als jemand, der Jesus Christus nachfolgt, mit betroffen. Diejenigen, die Euch das Kopftuch verbieten, handeln nicht aus christlicher Motivation. Traurig ist es allerdings, dass Ihr bisher wohl wenig Unterstützung seitens der offiziellen Kirchen bekommen hat. Das halte ich für falsch! Allerdings gab es schon Signale von Papst Johannes Paul II., der sich in seiner Neujahrsansprache um manche Länder sorgte, die die Öffentlichkeit der Religion einschränken wollen. Frankreich hat darauf empfindlich reagiert und es kam die Sprache auf das geplante Kopftuchverbot. Kardinal Ratzinger hat deutlich gesagt, dass er den muslimischen Frauen nicht das Tragen des Kopftuches verbieten würde. In der Liebe Christi

Serap
Hallo, ich wollte Euch nur sagen das Eure Seite mich ziemlich erstaunt hat (im positiven); was man hier alles finden kann; ich bin zufällig darauf gestolpert bin aber froh darüber. Muss ein Referat in Religion über Frauen im Islam mit Kopftuch halten und habe viel Info gefunden... Danke. Euch viel Glück weiterhin. Find diese Seite richtig cool werde sie weiterempfehlen.

Wir danken für alle Eure Einsendungen!
Euer Kopftuch.info Team